Autarkes 24 Volt = Netz im Haus

Der Jahresstromverbrauch setzt sich aus den Leistungsverbrauchern wie Herd, Waschmaschine, Schleuder, Wasserkocher, Bügeleisen, Kühlschrank etc. und den Kleinleistungsverbrauchern wie Radio, Uhr, Telefon, Computer etc. zusammen. Ich habe hier eine willkürliche Grenze bei 100 Watt je Verbraucher gezogen. Die Idee ist, diese Kleinverbraucher, die sehr oft ein Netzteil mit schlechtem Wirkungsgrad (η< 50%) aufweisen, nicht aus 230 Volt~, sondern aus 24 Volt Gleichspannung aus einem Akku zu versorgen. Mit kleinen Schaltreglern (η>90%) von 24 V auf die jeweilige Versorgungsspannung (oft 12 V) wird der Stromverbrauch erheblich reduziert. Hier eine Aufstellung:

Die Kleinverbraucher an 230 Volt : Messung in 24 Stunden:

  1. Garagentoröffner : 4,16 W x3 = 12,48 W > 299,52 Wh
  2. Telefonanlage: 6,83 W                                     > 163,92 Wh
  3. Heizung kpl. 97,9 W                                      > 2349,60 Wh
  4. Uhrenradio 1,5 W x3 = 4,5 W                      > 108,00 Wh
  5. Rollosteuerung (LOGO) 5,0 W                     > 120,00 Wh
  6. Licht 15 W * 3 * 3,5 h                                      > 157,50 Wh
  7. Licht 36 W * 2 * 1,0 h                                       > 72,00 Wh
  8. Fax 7 W * 24 h                                                   > 168,00 Wh
  9. Computer 80 W * 2 h                                     > 160,00 Wh
  10. Akkuladegerät 10 * 4 * 4,5 Wh *2 /365    > 1,00 Wh

SUMME : 3,599 kWh/ Tag

  • Gesamtverbrauch: 10,0 kWh/ Tag aus Jahresabrechnung
  • Kleinleistung also: ~ 36% =~ 150 W dauernd (rund um die Uhr)
Es wäre, mit dem besseren Wirkungsgrad, also nur eine Durchschnittsleistung von ca. 100 Watt notwendig, die aus einem entsprechenden Bleiakku, den ein PV- Modul auflädt, bereitgestellt werden. Die Investition müßte sich über die Kostenersparnis der Stromrechnung finanzieren. Die Komfortvorteile einer absolut unterbrechungsfreien Stromversorgung liegen auf der Hand, die CO² Freiheit des Betriebs auch. Die Rechnung ergibt eine Kapazität von 16,8 kWh für eine Woche ohne Nachspeisung, das wäre ein 1000 Ah Akku bei nur 70% Entladung wegen langer Lebensdauer. Für die Wintermonate (Nov – Feb) müßte dann ein Ladenetzteil die eventuell mangelnde Sonne ergänzen. Bei durchschnittlich 25 Sonnenstunden sonst pro Woche (Durchschnittswert in Bayern) müßte das PV- Modul dann eine Leistung von ca. 700 Watt ( = ca. 6 qm) haben.  Rechnet sich das?
Also: Einsparung : 3,6 kWh pro Tag mal 0,20 € / kWh mal 365 Tage sind 262,80 € pro Jahr. Das ergibt in 10 Jahren 2628 €. Statt 2157 € 10 Jahre zu 2% anzulegen, könnte man dafür PV- Module und einen Akku kaufen und hätte nach 10 Jahren die gleiche Summe amortisiert. Also 2157 € stehen zu Verfügung.
Ich habe folgendes realisiert: Panzerakku aus einem Elektrofahrzeug 24 V, 200 Ah, 1995: 1500 DM, drei PV- Module 12 V, 48 W, ein PV – Modul 60V, 270 Watt. Diese 414 Watt kosten derzeit:?
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